Was man als Kind nicht alles macht, wenn man die Konsequenzen noch nicht kennt...
Jan Wagner erzählt, wie sich Tante Mia als Kind ein Weidenkätzchen in die Nase steckte und nicht mehr rauskriegte. Das kleine Ding, eigentlich so pelzig schön, wich immer tiefer zurück, ,wie ein hermelin in seinem Bau'. Die Geschichte scheint ins Familiengedächtnis eingegangen zu sein. 70 Jahre später schreibt Jan Wagner darüber ein Gedicht.
Was man als Menschheit nicht alles macht, wenn/obwohl/weil (?) man die Konsequenzen noch nicht kennt...
Ein kleines Ding, eigentlich so pelzig schön, nistet sich in unseren Körper und Sozialkörper, in unsere Träume und in unser kulturelles Gedächntnis ein und wird sich so leicht nicht mehr rauskriegen lassen. ,Das Virus wird uns noch lange erhalten bleiben' heisst das Mantra, das es mittlerweile fast bis in jedes Gespräch in der Migros schafft.
Die kleinen Dinge, die den kleinen grossen Unterschied machen. Den Betrieb stören. Veränderung antreiben. Verwandlung bewirken. Sand im Getriebe. Salz in der Suppe. Flausen im Kopf. Hefe im Teig. Virus im Blut. Hoffnung im Herz.
Was dem Kind noch leichter fällt: Zugeben, dass man die Kontrolle verloren hat. Sich anvertrauen.
Mia geht in die Klinik. Vertraut sich anderen Händen an. Noch spürt sie 'den feinen druck, der zwischen stirnhöhle und nasenwurzel sitzt'. Doch die Krankenschwestern lachen bereits. Es kommt bestimmt gut.
Diese Gewissheit habe ich noch nicht. Der Kontrollverlust nagt. Und das Anvertrauen verlangt, dass die massgeblich Handelnden vertrauenswürdig und verantwortungsvoll sind.
Auf der spirituellen Ebene habe ich dieses Vertrauen.
Auf der (welt)politisch-wirtschaftlich-gesellschaftlichen hat es mein Glaube schwerer.
Philipp Roth
Das Gedicht ,das weidenkätzchen' von Jan Wagner kommt im UMSTEIGEN - IM AUFNAHMEZUSTAND vor, das heute um 18:00 Premiere auf dem Youtube-Kanal der Kirchegmeinde Kleinbasel hat.
Ebenfalls in der E-Church diese Woche:
heute 17:30: THEODORli
morgen Donnerstag, 18:30, Kirchenfenster
Sonntag, 10:00, ,unverschämt erbittlich' - Gottesdienst aus dr Theodorskirche mit stud. theol. Mike Koch, Pfr. Philipp Roth u.a.
Sämtliche bisherigen Gottesdienste, THEODORli, Taizé-Gebete, Kirchenfenster etc. finden sich auf unserem Youtube-Kanal der Kirchgemeinde Kleinbasel.
-> Die Gottesdienste können auch beim Sekretariat auf USB bezogen und auf dem TV geschaut werden. Ein Angebot für alle, die nicht Online sind: Senior*innen, Nachbarn, Eltern... Bitte mithelfen! 061 681 37 88 / eveline.michel@erk-bs.ch
Einander im Ohr: Mit unserer Playlist kann man hören, was andere dieser Tage hören. Und es hat noch Platz für weitere Stücke der Stunde. Durchgeben an philipp.roth@erk-bs.ch
Alle Infos, Kontaktdaten und Angebote der Kirchgemeinde immer aktuell hier.
Jan Wagner erzählt, wie sich Tante Mia als Kind ein Weidenkätzchen in die Nase steckte und nicht mehr rauskriegte. Das kleine Ding, eigentlich so pelzig schön, wich immer tiefer zurück, ,wie ein hermelin in seinem Bau'. Die Geschichte scheint ins Familiengedächtnis eingegangen zu sein. 70 Jahre später schreibt Jan Wagner darüber ein Gedicht.
Was man als Menschheit nicht alles macht, wenn/obwohl/weil (?) man die Konsequenzen noch nicht kennt...
Ein kleines Ding, eigentlich so pelzig schön, nistet sich in unseren Körper und Sozialkörper, in unsere Träume und in unser kulturelles Gedächntnis ein und wird sich so leicht nicht mehr rauskriegen lassen. ,Das Virus wird uns noch lange erhalten bleiben' heisst das Mantra, das es mittlerweile fast bis in jedes Gespräch in der Migros schafft.
Die kleinen Dinge, die den kleinen grossen Unterschied machen. Den Betrieb stören. Veränderung antreiben. Verwandlung bewirken. Sand im Getriebe. Salz in der Suppe. Flausen im Kopf. Hefe im Teig. Virus im Blut. Hoffnung im Herz.
Was dem Kind noch leichter fällt: Zugeben, dass man die Kontrolle verloren hat. Sich anvertrauen.
Mia geht in die Klinik. Vertraut sich anderen Händen an. Noch spürt sie 'den feinen druck, der zwischen stirnhöhle und nasenwurzel sitzt'. Doch die Krankenschwestern lachen bereits. Es kommt bestimmt gut.
Diese Gewissheit habe ich noch nicht. Der Kontrollverlust nagt. Und das Anvertrauen verlangt, dass die massgeblich Handelnden vertrauenswürdig und verantwortungsvoll sind.
Auf der spirituellen Ebene habe ich dieses Vertrauen.
Auf der (welt)politisch-wirtschaftlich-gesellschaftlichen hat es mein Glaube schwerer.
Philipp Roth
Das Gedicht ,das weidenkätzchen' von Jan Wagner kommt im UMSTEIGEN - IM AUFNAHMEZUSTAND vor, das heute um 18:00 Premiere auf dem Youtube-Kanal der Kirchegmeinde Kleinbasel hat.
Ebenfalls in der E-Church diese Woche:
heute 17:30: THEODORli
morgen Donnerstag, 18:30, Kirchenfenster
Sonntag, 10:00, ,unverschämt erbittlich' - Gottesdienst aus dr Theodorskirche mit stud. theol. Mike Koch, Pfr. Philipp Roth u.a.
Sämtliche bisherigen Gottesdienste, THEODORli, Taizé-Gebete, Kirchenfenster etc. finden sich auf unserem Youtube-Kanal der Kirchgemeinde Kleinbasel.
-> Die Gottesdienste können auch beim Sekretariat auf USB bezogen und auf dem TV geschaut werden. Ein Angebot für alle, die nicht Online sind: Senior*innen, Nachbarn, Eltern... Bitte mithelfen! 061 681 37 88 / eveline.michel@erk-bs.ch
Einander im Ohr: Mit unserer Playlist kann man hören, was andere dieser Tage hören. Und es hat noch Platz für weitere Stücke der Stunde. Durchgeben an philipp.roth@erk-bs.ch
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