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Tag 1 der vom Bundesrat wegen der Corona-Pandemie erklärten 'ausserordentlichen Lage'. Das öffentliche Leben steht still. Damit auch das kirchliche. Damit auch meines. Was nun? Wie können wir in der ausserordentlichen Lage Kirchgmeinde bleiben. Im ,social distancing' verbunden?

Kirchgemeinde entsteht, wenn Menschen sich zugehörig und solidarisch erklären. Gemeinschaft, wenn Menschen ganz Inneres und Persönliches - was sie glauben, hoffen fürchten, vertreten - zusammenbringen und teilen. In unserer verdichteten Stadt bedeutet der Raum der Kirche für mich einen ,gedeckten Dorfplatz' oder Park, der allen gehört, und auf dem man sich begegnen kann, so wie man ist: offen, ehrlich, verletzlich - im Licht des noch ganz anderen, Unfassbaren. Öffentlicher geht kaum. 

Unsere Kirchgemeinde schaut auf eine lange Geschichte zurück. Dagegen ist meine Geschichte mit ihr kurz. In letzter Zeit empfand ich ihr Herz besonders warm und kräftig. Das mag damit zusammen hängen, dass sie sich Gastfreundschaft und Offenheit ins Leitbild geschrieben hat. Obwohl nur eine kleinbasler Minderheit, ist ihr Herz Kleinbasel-gross. Eine ,splendid isolation' gibt es nicht für sie. 

,Kleinbasel verbunden' ist mein Versuch, auch im Stillstand des öffentlichen Lebens mit meinen Menschen hier verbunden zu bleiben. In Form eines Journals berichte ich von dem, was diese ausserdordentliche Lage mit mir macht, was mir durch den Kopf und durchs Herz geht und was mir fehlt. Ich verweise auf das, was die Kirche in dieser kontaktlosen Zeit anbietet. Und freue mich auf Reaktionen, Ergänzungen, Kommentare. Einfach im Gespräch bleiben. Kontaktlos in Kontakt!

Dabei meine ich keinen Moment, dass das Kirchgemeinde 'ersetzen' kann. Das Singen, Umarmen, Hören, Beten, Schweigen, Lachen, Füreinander Dasein...fehlt schon jetzt.

Heit Sorg!

Herzlich
Philipp Roth


PS: Vieles geht per Telefon oder Mail. Ich bin da und erreichbar. 061 683 43 73 / philipp.roth@erk-bs.ch; Wettsteinallee 50, 4058 Basel
Aktuelle Auskünfte über das Kirchgemeindeleben bietet unsere Homepage www.erk-bs.ch/kg/kleinbasel/?kk=1



Kommentare

  1. Eine besondere Form der Fastenzeit. Plötzlich Zeit zum Nachdenken. Oder auch nicht: stattdessen bin ich zweifach online - gleichzeitig mit den Kindern zuhause und digital normal am Arbeiten. Ist es normal zu denken man könne das gesamte Leben digitalisieren?

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    1. Stelle mir vor, wie bei Euch und in Familien jetzt Multitasking + gefordert ist. Hoffe, Ihr findet die Kraft und den Humor. Gibt es etwas, was wir vonseiten Kirchgemeinde tun könnten?
      Spätestens mit Kindern merkt man die Grenzen des Digitalisierens. Körperlos Mamasein geht nicht. Wie sollte es da in anderen Beziehungen gehen?
      Herzliche Grüsse an Gross und Klein!

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